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Herz-Schmerz 
Lust-Frust
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Sexualität und Störungen

Schon Anpassung ist bereits eine „Störung“.  Sexualität wird zwischen Wunscherfüllung und Angstabwehr bzw. Angstbewältigung gelebt. Die Störung ist dann eine Art Arrangement der Angstabwehr oder ein Schutz vor Enttäuschungen.

Bedingungen funktioneller Sexualstörungen:

Unbewusste Ängste

Frühere Lernerfahrungen („Schnell,schnell“, “nicht so laut – pst! Leise“)

Konditionierung (z.B. Masturbation mit speziellem erotischen Material)

Kognitive Aspekte (Sex ist schmutzig, Mythen: 1000 Schuss und dann ist Schluss?! Ewige Leidenschaft)

Unglückliche Bewältigungsversuche (Exzessive Selbstbeobachtung)

Gestörte Partnerbeziehung und Partnerentwertung

Mangelndes Wissen über den Partner

Versucht man die Ursachen einer sexuellen Störung herauszufinden, lässt sich in den seltensten Fällen das sexuelle Problem auf eine spezifische Ursache zurückführen. Vielmehr wirken in den meisten Fällen  mehrere Ursachen, im Übrigen oft nicht sexueller Natur, zusammen. Was eine sexuelle Störung dann aufrechterhält, muss nicht mit den ursprünglichen Gründen für ihre Entwicklung übereinstimmen. Weitere ungünstige Bedingungen können hinzukommen, die man herausfinden muss, um sie verändern zu können. Zum besseren Verständnis eine Übersicht über mögliche Ursachen:

Verzerrte, falsche und überhöhte Vorstellungen

Wissenslücken

Negative Erfahrungen in der Vergangenheit

Ängste und Scham

Kommunikationsprobleme

Lebensgestaltung und Lebensbedingungen

Körperliche und seelische Erkrankungen

Dazu gehören

Mann 

Herabgesetzte oder völlige Lustlosigkeit

Erektionsstörungen, ausbleibende oder schwache Erektion

Vorzeitige oder ausbleibende Ejakulation

Ejakulation ohne Orgasmusgefühle

Nach dem Akt: Gereiztheit, Depression, Missempfindungen im Genitalbereich

 

Frau

Herabgesetzte oder völlige Lustlosigkeit

Erregungsstörung (trocken, keine Schwellreaktion)

Vaginismus, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr

Orgasmusschwierigkeiten

Nach dem Akt: Gereiztheit, Missempfinden im Genitalbereich